Ich weiß nicht, was ich dann geantwortet hätte, aber ich wünsche mir, dass ich nein gesagt hätte.
Klein und allein in der großen, vollen Welt. Ohne Hilfe. Ohne Freunde. Ohne Gefühle. Ohne Emotionen. Verloren. Verlassen. Einsam.
Weinen ist befreiend, wenn man denn weinen kann. Wenn nicht muss man anders weinen... Das sagte ich mir so oft. Doch glaub mir, wenn du es nicht mehr unter Kontrolle hast, ist es nicht mehr so schön wie es scheint.
"Hilfe", flüsterte sie, bevor sie sprang.
Wie gerne würde ich manchmal gehen. Einfach frei sein und weg von der Welt. Aber was erwartet mich dann? Und was erwartet mich wenns nicht klappt? Würde ich Hilfe kriegen? Vermutlich ja. Aber nicht die, die ich will...
Jede Nacht die gleiche Qual. Jede Nacht die gleichen Träume. Jede Nacht die gleichen Tränen...
Warum kann es nicht einfach aufhören und wie früher sein? Warum mussten Jungs und gewisse andere Leute in mein Leben kommen und es für immer zerstören?
Ich hasse mich nicht. Ich hasse mein Leben nicht. Ich komme nur mit mir und dem Leben nicht klar.
Ja, wenns so wäre. Nein, ich bin die einzige Person die ich wirklich hasse. Gegenüber mir selbst hab ich Gefühle.
Weinend läuft sie über die Scherben ihres Traums als ihr bewusst wurde, dass es nie wieder so werden würde wie sie wollte. Nie wieder wird sie so unbeschwert und glücklich sein wie sie als Kind einmal war. Nie wieder wird sie ohne Vorurteile auf Leute zugehen können. Nie wieder wird sie ohne diese Gedanken leben können.
Was ist so schwer daran zu verstehen, dass ich geliebt werden will? Andere werden das doch auch. Wenigstens von einem Menschen. Ohne Einschränkungen. Einfach so wie man ist. Warum ist das so schwer?
Klein, geborgen, wie ein Kind. So möchte ich wieder sein. Und wenns nur für einen Tag ist. Ich möchte einmal alles dürfen. Und wenn ich den Himmel lila mal und die Sonne blau. Und wenn ich doch vom Sandkuchen probiere. Ich will halt die Welt für mich erkunden...
Der Hass gegenüber meinem Ich. Die Liebe zur Klinge. Die Sucht...
Seelische Schmerzen? -->Quälend.
Körperliche Schmerzen? -->Bitte was? Gibts sowas?
Gut, das ist übertrieben ausgedrückt. Wenn ich mir die Schmerzen nicht selber zuführe bin ich sogar ziemlich wehleidig. Vielleicht kommts daher, dass mir sowas keiner zutraut und mir keiner glaubt...
Eine Träne sagt mehr als 1000 Worte... Und ein Schnitt mehr als 1000 Tränen. Was aber wenn diese Träne und dieser Schnitt unbemerkt bleiben? Dann werden es immer mehr Schnitte und Tränen... Immer mehr Narben in der Haut und in der Seele. Immer weniger Chancen, dass man da ohne bleibende Narben wieder rauskommt...


















